Schlagwort: Erziehung

  • Ei

    Ein großer Philosoph, Ibn Rüschd (Averroes), sagte sinngemäß:
    „Wenn ein Ei von außen zerbrochen wird, endet das Leben.
    Wenn es jedoch von innen zerbricht, beginnt ein neues Leben.“

    Diese Metapher macht uns auf etwas Wichtiges aufmerksam:
    Wahre Entwicklung kann nicht von außen erzwungen werden, sondern muss von innen heraus entstehen.

    Wenn wir versuchen, unsere Kinder, unseren Ehepartner oder unsere Freunde von außen zu verändern oder zu „verbessern“, erreichen wir selten nachhaltige Ergebnisse. Äußere Gewalt, Druck oder Zwang führen eher zum „Ende des Lebens“ der Idee — sie zerstören Motivation und innere Bereitschaft.

    Wenn jedoch die Veränderung von innen, aus dem Individuum selbst heraus entsteht, ist sie:

    • wirksamer
    • nachhaltiger
    • gewaltfrei
    • und im Einklang mit der eigenen Überzeugung

    Genau darauf will uns Ibn Rüschd aufmerksam machen:
    Echte Entwicklung beginnt im Inneren des Menschen — nicht durch äußere Einwirkung.

    Möge Allah dem ehrenwerten Meister Ibn Rüschd vergeben und ihn reich belohnen.

  • Erziehung Updaten: Was bleibt, was sich verändert

    Erziehung ist keine statische Aufgabe – sie ist abhängig von der Zeit, in der wir leben. Die Welt verändert sich, die Umgebung verändert sich, und damit auch die Herausforderungen, denen unsere Kinder begegnen. Probleme, die wir als Eltern nie kannten, sind für unsere Kinder Realität. Deshalb ist es unsere Pflicht, die aktuelle Lage wahrzunehmen und sie bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

    Was sich nicht verändert: Die Grundbedürfnisse der Kinder

    Trotz aller Veränderungen gibt es Konstanten: Kinder brauchen ein liebevolles Zuhause, Geborgenheit und Barmherzigkeit. Diese Grundbedürfnisse sind zeitlos. Sie bilden das Fundament für eine gesunde Entwicklung und bleiben unabhängig von äußeren Faktoren bestehen.

    Was sich verändert: Die äußeren Einflüsse

    Technologie, soziale Medien, gesellschaftliche Erwartungen – all das prägt die Welt unserer Kinder. Diese äußeren Faktoren müssen wir als Eltern im Blick behalten. Wenn wir eine respektvolle und liebevolle Beziehung zu unseren Kindern pflegen, können wir sie besser durch die Herausforderungen ihrer Zeit begleiten.

    Unsere Rolle als Eltern

    Wir müssen nicht alles für unsere Kinder erledigen. Unsere Aufgabe ist es, Orientierung zu geben, Wege aufzuzeigen und sie zu befähigen, selbst Entscheidungen zu treffen. Das ist unsere Verpflichtung: nicht Kontrolle, sondern Begleitung.


    Fazit: Erziehung bedeutet, sich anzupassen, ohne die Grundwerte zu verlieren. Liebe, Respekt und Geborgenheit sind die Basis – mit ihnen können wir unsere Kinder stark machen für eine Welt, die sich ständig verändert.